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Diese Kosten darfst du auf den Mieter umlegen

12. März 20200 Kommentare

Diese Kosten darfst du auf den Mieter umlegen

Wenn du als Kapitalanleger oder Investor tätig bist, möchtest du gewisse Nebenkosten nicht selbst tragen, sondern auf den Mieter umlegen. Um die optimale Rendite zu erwirtschaften, ist es daher wichtig, dass du genau weißt, welche Kosten umlagefähig sind. 
In diesem Artikel möchte ich dir einen Überblick über die gängigen umlagefähigen Nebenkosten geben und dir erklären, worauf du achten solltest. Für weitere Informationen empfehle ich dir einen Blick ins Gesetz zu werfen.

 

Schauen wir uns folgende Punkte etwas genauer an:

  • So legst du die Nebenkosten auf den Mieter um
  • Diese Nebenkosten muss der Mieter zahlen
  • Diese Nebenkosten muss der Vermieter tragen

 

So legst du die Nebenkosten auf den Mieter um

Bestimmte Ausgaben dürfen Vermieter von ihren Mietern zurückfordern, allerdings nur, wenn dies vertraglich vereinbart wurde. Welche Ausgaben das sind, ist in der Betriebskostenverordnung (§§ 1-2 BetrKV) geregelt.
Dazu muss der Vermieter jedoch nicht sämtliche Kosten einzeln aufzählen. Mit dem Begriff „Betriebskosten“ sind die gängigen umlagefähigen Nebenkosten ausreichend genannt (BGH VIII ZR 137/15). Das erleichtert dir die Erstellung des Mietvertrages deutlich!

 

Diese Nebenkosten muss der Mieter zahlen

Folgende Nebenkosten kann der Vermieter laut Betriebskostenverordnung auf den Mieter umlegen:

  • Laufende öffentliche Lasten des Grundstücks (z. B. Grundsteuer)
  • Wasserversorgung
  • Entwässerung
  • Heizungskosten
  • Warmwasserkosten
  • Kosten verbundener Heizungs- und Warmwasser-Versorgungsanlagen
  • Kosten für einen Aufzug
  • Straßenreinigung und Müllabfuhr
  • Hausreinigung und Ungezieferbekämpfung
  • Gartenpflege
  • Allgemeinbeleuchtung
  • Schornsteinreinigung
  • Sach- und Haftpflichtversicherung
  • Hausmeisterkosten
  • Kosten für Gemeinschaftsantenne oder private Verteileranlage für Breitbandnetz
  • Kosten einer maschinellen Wascheinrichtung
  • Sonstige Betriebskosten, (z. B. Fassadenreinigung)

 

Diese Nebenkosten muss der Vermieter tragen

Doch es gibt auch Kosten, die der Vermieter selbst tragen muss. Diese solltest du als Kapitalanleger oder Immobilieninvestor unbedingt in deine Renditeberechnung einfließen lassen. Nicht umgelegt werden dürfen z. B. die folgenden Nebenkosten:

  • Verwaltungskosten
  • Bildung von Instandhaltungsrücklagen
  • Instandhaltungskosten und Instandsetzungskosten
  • Bewachungskosten des Objektes
  • Kostenaufwand für leerstehende Räumlichkeiten
  • Kosten für Arbeitsmittel und Geräte

 

Fazit

Kapitalanleger und Investoren müssen für die Renditeberechnung genau hinsehen, da viele der nicht umlagefähigen Nebenkosten zunächst weniger offensichtlich sind. Zu Beginn solltest du dir daher am Besten eine Liste erstellen, die du bei jedem neuen Immobilienangebot abarbeitest, um nichts zu vergessen. Je mehr du dich mit dem Thema beschäftigst, desto routinierter wirst du mit der Zeit werden.

 

Bist du bereits als Kapitalanleger oder Investor tätig? Welche Erfahrungen hast du bei deinen Immobilien mit der Umlage von Nebenkosten gemacht? Ich bin gespannt auf deine Geschichte!
Danica

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